Organic Beauty: Zero Waste im Badezimmer? Hallo, Rasierhobel!


Organic Beauty

– Zero Waste im Badezimmer?
Hallo, Rasierhobel!


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Dieser Post ist in Kooperation mit Woodberg entstanden

shortcuts – Let’s shave that hair! – Only if you want of course! You don’t need to. Hair is beautiful. Just for the record. Even if that is my honest believe, sometimes, I do like my legs, my armpits, my bikini line, shaved. And since we, here at »die konsumentin« are generally fans of everything less-waste or no-plastic, we were absolutely curious when we first heard about an new fancy and plastic free razor. To convince you quickly: safety razors are plastic free, individually useable and free from pink tax, too. Any questions?

Weg mit der Wolle! Vorweg möchte ich aber unbedingt klarstellen: Haare sind super! Niemand muss sich rasieren um sich schöner zu fühlen! Und gleichzeitig, auch wenn das meine ehrliche Überzeugung ist, mag ich meine Beine, meine Achseln, meine Bikinizone manchmal eben durchaus auch rasiert. Und da wir hier bei »die konsumentin«, Fans von allem sind, das weniger-Müll oder kein-Plastik verspricht, waren wir natürlich sofort super neugierig als wir vor ein paar Wochen von einem neuen, funky-flexy kunststofffreien Rasierhobel hörten!

Persönlich haben wir in der letzten Zeit versucht nicht nur unterwegs, sondern auch zu Hause Plastik immer mehr zu meiden. Am schwersten fällt unsbei da immer noch das Bad – obwohl wir in den letzten Monaten darauf geachtet haben, öfter zu Glas- statt zu Plastik Verpackungen bei Kosmetik zu greifen, auf besonders hochwertige und deshalb länger ergiebige Naturkosmetik zu achten, Abschminktücher durch wiedervewendbare Alternativen zu ersetzen und u.a auch den Einweg- und Plastik-Rasierern den Kampf anzusagen. Falls ihr euch erinnert steht ein sehr schlichtes Rasierhobel Modell schon länger in unserem Badezimmer – Anwendbarkeit: schon ganz in Ordnung. Heute geht’s nun um einen Markt-Neuling, der das Zero Waste Projekt noch ein bisschen einfacher macht – und eigentlich sogar ganz schön viel cooler als die herkömmlichen Plastikprodukte ist!

Rasurhobel – LEAF Shave Razor via WoodbergWaschcreme – RAAW by Trice


4 Gründe, warum Rasierhobel die besseren Rasierer sind…


1. Rasierhobel sind plastikfrei!

Erst einmal: Ein Rasierhobel ist ganz wie konventionelle Rasierer  für die Nassrasur gedacht – und wird mehr oder weniger wie ein konventioneller Rasierer genutzt. Das jedoch viel tollere an diesem Rasierer ist schon auf den ersten Blick ersichtlich (und ich meine nicht den toughen almost-steam-punk look): er kommt tatsächlich ganz und gar ohne Plastik aus. Weder an dem Rasierer selbst noch an den Klingen ist auch nur das kleinste bisschen Kunststoff zu finden.

2. Die Klingenschärfe ist individuell anpassbar

Die Rasierklingen müssen (bis auf ein erstes beiligendes Päckchen) extra bestellt werden und kommen in feinem Sicherheitspapier. Anders als bei vielen Plastikrasierern auf dem Markt ist die Intensität der Rasur beim LEAF Shave Rasoierhobel nun manuell durch das Einsetzen von entweder einer Klinge (leicht) bis zu drei Klingen (stark) verstellbar!

Zum Vergleich: Eine Klinge, so haben wir festgestellt, ist ausreichend um feine Haarstoppeln auf den Beinen zu entfernen. Bei Achselhaaren und vor allem richtigem Flausch, den wir zwischendrin immer mal wieder wachsen lassen, müssen schon drei Klingen her. Keine Angst übrigens vor Schnittwunden. Hier ist alles super sicher – und wir haben und bisher weniger (heisst gar nicht!) geschnitten als mit schnellen Einwegrasierern.

3. Der Schwingkopf sorgt für eine sanfte Rasur 

Für alle, die etwas weniger auf die Steampunkästhetik abfahren, sieht unsere LEAF Shave Ausführung auf den ersten Moment vielleicht etwas erschreckend aus (es gibt ihn übrigens auch in zarter anmutenden Modellen, rosé-gold hallo.). Doch tatsächlich gleitet der Kopf des Gerätes fantastisch sanft über’s Bein (oder wo auch immer man sich grade rasiert), sodass man* die Angst vor Schnittwunden an schwierig zu rasierenden Stellen glücklicherweise direkt wieder vergessen kann. Außerdem (gut auch für Rasiermuffel wie mich) braucht man eigentlich keine zusätzliche Kosmetik.

4. Keine Pink Tax!

Auf den ersten Blick schrecken vielleicht die nicht ganz niedrigen Preise vieler Rasierhobel ab. Doch tatsächlich sind diese Kosten einmalig und die laufenden Kosten schließlich niedriger als beim Einweg-Rasierer. Hinzu kommt: Konventionelle Rasierer (sowie andere Badezimmer Produkte, die sich von der Industrie sehr gerne zwecks Marketinggründen ›gendern‹ lassen) kosten für Frauen mehr. Das ist die im englischsprachigen Raum sogenannte Pink Tax, die als Aufpreis bei Einwegrasierern für Frauen bei 27% liegt! Diese Steuer fällt beim Rasierhobel, klassischer Weise ein Produkt für die Bartrasur, weg. Und hoffentlich in Deutschland übrigens bald auch komplett – einer geilen Petition von Einhorn Berlin und NEON Magazin sei dank!



Wie ihr den LEAF Shave Rasierhobel richtig nutzt?



1. Den LEAF Shave öffnen: Die kleine Schraube am Schwingkopf des Rasierhobels lockern und den Kopf aufklappen.

2. Rasierklingen vorbereiten: Vor dem einsetzen müssen die Klingen – für unverpackt-Rasierklingen-Neulinge wie uns etwas verwirrend – erst einmal durchgebrochen werden.

Warum? Für den Leaf Shave verwendet man Single-Edge-Klingen, was heisst, das nur eine Seite der Klinge Rasur-scharf ist. Und diese erhaltet ihr ganz einfach durch das Durchbrechen von herkömmlichen Double-Edge-Klingen. Generell: immer nur dir kurze, nicht-scharfe Seite anfassen! Das Durchbrechen an der Sollbruchstelle geht übrigens am besten, wenn die Rasierklingen noch im Papier eingehüllt sind.

3. Klingenschärfe auswählen: Die Intensität der Rasur ist manuell durch das Einsetzen von entweder einer Klinge (leicht) bis zu drei Klingen (stark) anpassbar. Nach dem man sich also geschickt angestellt hat und nun zwei statt einer Klinge in der Hand hält (oder vier, für alle die mitdenken) schraubt man* den Rasierer auf und legt ganz einfach so viele Klingen in den Rasierhobel Kopf, wie man* es scharf mag.

4. Klingen feststellen: Den Schwingkopf wieder zuklappen und die Stellschraube festziehen.

5. Auf die Plätze, fertig, rasieren – und danach das gute Abtrocknen zur gerechten Pflege des Rasierhobels nicht vergessen.



P.S.: Und der schlichte, klassische Rasierhobel?

Ein klassisches, sehr viel schlichteres Rasierhobel Modell steht übrigens schon länger in unserem Badezimmer. (Hier erwähnten wir den Erstversuch mit dem Hobel im Rahmen unserer eigens gesetzten Zero Waste Herausforderung). Im Vergleich schneidet der LEAF Shave, der erstmalig in Deutschland auf dem Markt erhältlich ist, in der Rasur ein wenig einfacher zu handhaben ab. Pro ist dabei vor allem die nicht mehr so hohe Konzentration, die es bei dem klassischen Rasierhobel noch braucht, um die einzelne scharfe Double-Edge Klinge im 30° Winkel anzusetzen. Kontra evtl die Handhabbarkeit auf Reisen – der klassische Hobel ist kleiner, und mit nur einer Double Edge Klinge ausgestattet, die sich auf Reisen schnell herausschrauben, verstauen, und wieder einsetzen lässt.

Falls ihr nun selbst probieren mögt, und noch unsicher seid, welcher Rasierhobel der richtige für euch wäre: Laura von the OGNC hat zur richtigen Nutzung des klassischen Rasierhobels einen richtig guten, ausführlichen Artikel veröffentlicht – gutes Lesen und dann Rasieren!


Der Rasierhobel von Giesen Forsthorff via Woodberg 
Ausserdem im Bild: ein etwas älteres Rasierpulver zum anrühren (Zero Waste Seifen gibts es u.a. auch bei Woodberg)