Editors Notes: die konsumentin ist jetzt ein Podcast

Editor’s Notes:
die konsumentin ist seit heute auch ein Podcast!


Manchmal braucht es lediglich eine Schnapsidee und ein paar Ferngespräche zwischen Berlin und Amsterdam. Dürfen wir die spannenden News verkünden?
die konsumentin ist ab heute auch Podcast!

Schon lange haben wir das Gefühl, dass wir eine Plattform brauchen über die wir uns differenzierter austauschen können, als es uns die bildbasierten Medien instagram und Blog erlauben. Bevor wir euch in den nächsten Monaten mitnehmen und uns zu feministischen Perspektiven auf Mode, die Textilwirtschaft und Umweltthemen austauschen wollen wir uns aber noch einmal kurz vorstellen, und ein paar Grundlegende Fragen klären. Es geht heute einmal den Definitionen so richtig an den Kragen in unserer Vorstellungsfolge. Aber zum Schluss beantworten wir auch noch mal ein paar lustige Fragen, die uns über die letzten Wochen, Monate und sogar Jahre immer wieder gestellt wurden. Wir hoffen, ihr folgt uns

Trailer Episode:
Warum eigentlich die Konsumentin?

Lasst uns zum Auftakt auch hier ein paar Worte festhalten. Denn, dass ist uns beim erstellen der ersten Folge, in der wir uns einmal richtig vorstellen wollten, aufgefallen: Wir reden hier viel zu selten über unsere eigentliche Motivation – die uns ja nun schon so einige Jahre am Format des Magazins und des Austauschs auf Instagram festhalten lässt.

In unserer ersten Folge erklären wir:
Warum eigentlich die Konsumentin?
Warum überhaupt über Konsum sprechen?
Und warum eine weiblich gegenderte Konsumentin*?

Laurie Penny schreibt in ihrem Buch „Meatmarket. Female Flesh under Capitalism“ (wir zitieren, frei übersetzt): »Wenn alle Frauen dieser Erde morgen früh aufwachten und sich in ihren eigenen Körpern plötzlich richtig wohl fühlten, dann würde die Weltwirtschaft über Nacht zusammenbrechen.«

Was adressiert sie damit in puncto Wirtschaft und Konsum? Dass die Wirtschaft gerade in Frauen einen Absatzmarkt erkannt hat. Und auch Mode spricht immer noch vor allem Frauen an, bzw. einen weiblich gegenderten Konsum. Unser eigenes Credo: Mode soll Spaß machen, das zeigen wir hier immer wieder im Online Magazin. Andererseits müssen wir uns bei dem Spaß an Mode als Feminist*innen darüber im Klaren sein, welches System hinter Fast Fashion steckt. In den unübersichtlichen Produktionsketten global agierender Modeunternehmen sind es vor allem weibliche Arbeiterinnen auf deren Kosten billig und in Zeiten von Fast Fashion immer schneller vor allem für den privilegierten und weiblich gegenderten Konsum von Luxusgütern im globalen Norden produziert wird. Mode ist also von Grund auf schon mal ein Feministisches Anliegen.

Unser Credo, mit dem wir die konsumentin gestartet haben: Lasst uns also politisch werden! In einer neoliberal geprägten Welt lernen wir die Konsument*innen für mächtig zu halten. Denn, so das Credo: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Diese Haltung ermöglicht es: Die Konsumenten für das Problem den übermäßigen, immer problematischer werdenden Konsum verantwortlich zu machen. Wir sagen nun: Reclaimed den Konsument*innen Begriff! Adressiert die uns durchs Angebot auferlegten Grenzen und die durch den Kapitalismus auferlegten imperative zum Konsumieren. 

Als Konsumentin fordern wir:

  1. Unternehmen dazu auf, auf die Kosten wieder zu internalisieren, für die momentan Mensch und Umwelt zahlen. Heisst: Menschenrechte entlang ihrer Untenehmens-Lieferketten zu wahren und nicht auf Kosten der Umwelt zu produzieren. 

Als Konsumentin fordern wir ausserdem:

  1. Die Politik dazu auf, Unternehmen in die Pflicht zu nehmen, eben diese Forderungen umzusetzen. Und eine sozialverträgliche Grundlage dafür zu schaffen, die Kosten für menschenrechtsachtende und umweltverträgliche Produkte nicht länger auf die Konsumentinnen auszulagern. Es kann und darf einfach nicht sein, dass umwelt- und sozial verträgliche Produkte wie Fair Fashion Luxusgüter sind.

Wir glauben, dass wir als Medienmacherinnen, die wir in Zeiten der Internetblogs und Instagrammkanäle ja irgendwie sind – und eben auch als Konsumentinnen im privaten Verantwortung tragen, dieses System zu verändern.Das wollen wir mit dieser ersten Folge noch einmal deutlich machen. Worüber wir außerdem sprechen?

  • Was ist eigentlich ganz genau das Problem an der Mode, bzw. der Textilwirtschaft – und wie kann eine feministische Antwort darauf lauten?
  • Die Antworten: Boykott von Fast Fashion und die Alternativen, der sogenannte Ethische oder Grüne Konsum
  • Wir leben zwar in einem Neoliberalen System – aber auch in einer Demokratie. Was können wir als Bürgerinnen tun?

Zum Schluss…

… gibt es natürlich auch ein paar persönlichere Anekdoten und Antworten auf Fragen, die ihr uns in den vergangenen Jahren immer mal wieder gestellt habt.

  • Hört rein
  • abonniert unseren Kanal, damit ihr die erste richtige Folge nicht verpasst
  • und lasst uns gerne Themenvorschläge, Kommentare und Kritik da!

Wir sind gespannt!