Consumers, unite! Fashion Revolution Week 2019


Consumers, unite!
Fashion Revolution Week 2019


Dieser Post entstand als ehrenamtliche Unterstützung des Vereins FutureFashionForward e.V. und der Plattform FashionRevolution.org

Photos: Lena Scherer 
Video: Machmalsozial
Instagram Fotos dank Unterstützung des Avocado Stores


shortcuts – Looking back at Fashion Revolution Day and both to the end of Fashion Revolution Week 2019. For the sixth time in a row, past wednesday April 24th, the world was calling out to ask globally producing brands #whomademyclothes. Six years ago, on this specific date, the world was looking at the terrible incident in Rana Plaza, a textile factory in Sabhar, Bangladesh, that collapsed due to a structural failure and too-low security reasons. Shortly after fashion revolution.org was founded, people gather online and offline year by year to ask fast fashion brands #whomademyclothes while the already conscious brands reply with transparency – with the hashtag #imadeyourclothesLast year we talked about brands that do it better (in terms of production, fair wages, eco-friendly materials etc.) but talked about the general problem of overconsumption. This year we are taking the revolution to the streets. If you are in Hamburg, join us!

Fashion Revolution Week 2019 – ein Rückblick und Ausblick. Dieser Mittwoch, der 24. April, war offizieller internationaler Fashion Revolution Day. Grund für den Trubel, den wir in Hamburg, Berlin, anderen deutschen Städten und International begonnen haben, und der sich bis zum Ende dieser Woche zieht? In Bangladesh, Sabhar, brach vor inzwischen sechs Jahren an diesem Tag ein baufälliges Fabrikgebäude zusammen – mit verheerenden Folgen für die darin arbeitenden NäherInnen. Die in den Trümmern der Fabrik aufgetauchten Kleideretiketten großer Modeketten brachten das Unglück in den darauffolgenden Tagen beklemmend nahe an unsere eigenen Kleiderschränke, gar die eigenen Körper. Und Viele begriffen erstmals, dass es ein Umdenken seitens Textilindustrie und seitens der KonsumentInnen geben müsse. fashionrevolution.org erinnert genau aus diesem Grund jährlich mit verschiedenen Aktionen daran, das Unglück nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Die Kampagne, die sich sowohl im städtischen Raum als auch im Netz abspielt und jährlich ein kollektiv zusammengetragenes Archiv an Bildern und Texten zum neuen Leben erweckt, stellt fragen wie #whomademyclothes und ruft MacherInnen zur Antwort #imadeyourclothes auf. Mit immerhin schon einmal diskursivem Erfolg – Tausende teilen an diesem Tag im April ihre Fragen und auch die große Unternehmen beginnen, darauf zu antworten. Letztes Jahr mischten wir mit dem Thema Fast Fashion, Konsum und ihre Folgen für die Umwelt mit, dieses Jahr wird es am Ende der Woche auf die Straße gehen!

Im Voraus des offiziellen Fashion Revolution – The Move Hamburg haben wir einige der Hamburger Mit-Organisatorinnen nach ihrer Motivation für die ehrenamtliche Teilnahme an der Fashion Revolution Bewegung gefragt. Wir haben Lena Scherer, die Fotografin hinter vielen wunderbaren Fair Fashion Kampagnen, endlich einmal vor die Kamera geholt; Thekla Wilkening, Gründerin der ersten deutschen Leihbibliothek für Kleider, nach der Bedeutung ihres Fashion Revolution Slogans gefragt; Ivanka Plantikow um das Teilen ihrer beeindruckenden Bilder zur konventionellen Jeansproduktion gebeten; und Lara Maria Wichels, Schauspielerin und bekennende Netzfeministin, nach ihrem persönlichen Ausblick auf eine gerechtere Welt gebeten. Neugierig, all die tollen Gesichter und Stimmen persönlich kennen zu lernen? Dann schließt euch uns heute, Samstag den 27. April, an!

Fashion Revolution – The Move Hamburg
Samstag von 14:00 bis 18:00
Startpunkt: Bartelsstraße 2, Hamburg
Facebook Event


Lena Scherer

Photographer
& author of the Hamburg based Fashion Revolution Campaign

»Fair Fashion, Umweltschutz, Feminismus…«

»Mich als Fotografin für faire und nachhaltige Mode einzusetzen ist daraus entstanden, dass ich finde, man sollte sich für mehr als nur sich selbst verantwortlich fühlen. Im Rahmen der Fashion Revolution Week treffe ich auf tolle Menschen, die diesen Ansatz mit mir teilen. Die Kampagne portraitiert eben diese Menschen und ihre Überzeugungen.«


Thekla Wilkening

(above in the middle)
Founder of Stay a While
& organizer of Fashion Revolution – The Move

»Denn sie wissen, was sie tun…«

»…ist die Ableitung des Filmtitels ›Denn sie wissen nicht, was sie tun‹ mit James Dean, der im Original auch noch ›Rebel with a Cause‹ heißt. Es entstand im Zug-Bistro in einem Gespräch mit einem alten Freund, dem ich vom Gedanken des Fashion Revolution Moves und der Kombination mit dem Thema Denim erzählt habe. Ich sprach von Revolution, Aufbruch, Bewegung, davon, dass man die Industrie zum Umdenken bewegen muss. Er sagte: »Denn sie wissen, was sie tun« – und ich dachte: perfekt!«


Ivanka Plantikow

Founder of machmalsocial
& author of the Fashion Revolution Hamburg video campaign

»Unsere Kaufentscheidung ist unser Stimmzettel!«

»Was wir günstig einkaufen, bezahlt am Ende die Umwelt! Umso wichtiger ist es, die Produktionsbedingungen und Hintergrund Informationen zu kennen. Zu sehen, wieviel Handarbeit in einer Jeans steckt, hilft dem Produkt wieder den Wert zu geben, welchen es verdient. Für mich ist die Fashion Revolution ein ›Wachrütteln‹! Wir müssen alles tun, dass faire Arbeitsbedingungen, ökologische und nachhaltige Produkte der Standard sind – wir sind der Anfang von einem neuen Mainstream!


Lara Maria Wichels

actress, active feminist
& speaker for Fashion Revolution Hamburg – The Move

»Ich wünsche mir, dass wir eines Tages weder über faire Arbeitsbedingungen noch über Feminismus diskutieren müssen – bis dahin müssen wir jedoch noch einiges tun!«