Textile Know How: the alternatives – cork, bamboo and hemp

Textile Know How:
the alternatives – cork, bamboo & hemp!

When we are talking sustainability in fashion, we are talking circular systems. Every piece of clothing we wear will eventually – no matter how long we keep it in our wardrobe – end up as trash. That’s why it is so important to ask the question: what kind of trash do we want them our clothes to be? If you choose textiles entirely made of natural fibres the garments can actually find their way back to nature. It is that simple. That’s why we ask you to choose your clothes consciously – also regarding the textile mix they are made out of. The best way to choose a garment? Is, of course, by acquiring knowledge about it’s production! Et voilá: Here’s our first edition of Textile Know How á la ›let’s talk alternatives‹. Let’s talk: about cork – as a beautiful alternative to leather. Let’s take a closer look at bamboo – being, interestingly enough, a vegan alternative to silk. And let’s have a look at hemp which you could favor instead of cotton!


Know your: Cork

The most interesting part about cork? It is it’s a vegan and quite eco-friendly alternative to leather. And yes, we are talking shoes, too! By now, we have been stumbling upon quite a few other contemporaries who are trying to bring back the material into fashion’s mind, offering a surprisingly broad range of things.

Cork is, unlike a lot of the other leather alternatives, a renwable resource. It is literally growing on trees, extracted from the bark of the cork oak (no worries: harvesting cork doesn’t harm the tree!). The trees are peeled every 9 years – and such an oak tree can grow 200 years old. The applications for cork are divers. As it is being used for many different products, from ground floors to leather alternatives, you can guess: it is water resistant, log lasting and robust.

But by being converted to all this different products, the material doesn’t always stay entirely natural. When re-worked to vegan leather, the cork is being applied onto other textiles which, in most cases, are artificial fibres or a mix of cotton and synthetics. So be aware: cork-leather is in most cases not 100% compostable. Nevertheless, this vegan alternative brings many environmental advantages, for example: the oak woods are able so store lots of CO2 – especially when they are steadily peeled! As you’ve already guessed… we did finally fall in love again, with this beautiful fabric.

Bei Kork handelt es sich um einen Nachwachsenden Rohstoff. Um den Kork aus der Rinde der Korkeichen zu gewinnen werden die Stämme der Bäume geschält. Dabei kommen die Bäume nicht zu Schaden. Nach dem ersten Schälvorgang, den eine Eiche nach 25 Jahren erlebt, kann sie alle neun Jahre geschält werden. So eine Korkeiche wird bis zu 200 Jahre alt und kann uns in der Zeit ganze 17 mal Kork spenden.

Kork! Und dann? Über die Hälfte des weltweit gehandeltem Korks kommt aus portugiesischen Wäldern. Dieser Rohstoff wird schon seit fast 2000 Jahren für alle möglichen Produkte verwendet, von den klassischen Weinkorken über Fußböden bis zum textilen Einsatz. Kork ist robust, wasserabweisend, pflegeleicht und langlebig. Da Kork und Leder über sehr ähnliche Eigenschaften verfügen, eignet sich Kork super als Lederalternative. Um den Rohstoff als Textil zu verwenden müssen die Rindenstücke der Korkeiche in hauchdünne Schichten geschnitten und auf textile Trägermaterialien aufgebracht werden. Dies sind häufig Polyester-Baumwoll Mischgewebe. (Also Achtung, nicht jedes Korkprodukt ist vollständig kompostierbar!)

Kork und Klima… Ein spannender Fakt: In den Korkwäldern speichert sich übrigens sehr viel CO2, besonders dann, wenn die Bäume regelmäßig geschält werden! Außerdem kann Kork, vor allem die zu Weinkorken verarbeiteten Schätzchen, recycelt werden.

Kork ist vegan, nachhaltig und – nicht ganz unwichtig – super schön! Jedes Korkprodukt hat eine individuelle Struktur und fühlt sich dabei auch noch weich und warm an. Man hört es schon raus: wir sind ganz schön begeistert – auch ob der Entdeckung, dass das Material inzwischen in allerlei Farben leuchtet und so schön dabei aussieht… <3

Wearing: Moonshades sunnies | Ika Babel bracelet | Eve&Adis bag


Know your: Bamboo

That the bamboo fibers make up for a silk alternative we wouldn’t really have guessed, until we stumbled upon the silk dresses by danish eco fashion label By Signe. After trying we quickly got curious. And found a rather great amount of fabrics that combine similar qualities as silk, talking soft, cooling and breathable feel.

So what are the most important things to know about bamboo as an alternative to silk? Well, bamboo is commonly used to produce viscose aka bamboo silk. Even though, the growing of bamboo is possible in a very eco friendly way – because of its fast growth, little water requirement and the fact that there are no pesticides needed – the procedure to gain viscose is not sustainable. There are a lot of toxic chemicals needed. Fortunately by now there are new chemical recycling procedures developed. There products of those procedures are textiles pretty similar to viscose, but with a way better ecologic record. Maybe you heard of them already? They are called Lyocell, Tencel and Modal. While modal is made exclusively of oak wood, Tencel and Lyocell are often based on bamboo, too.

Um Viskose herzustellen wird Zellulose, wie z.B aus Holz oder Bambus, mittels verschiedener Chemikalien aufgelöst und zu Fasern gesponnen. Die benötigten Chemikalien sind toxisch und nur teilweise recycelbar. Der Rest muss entsorgt werden. Zum Glück gibt es mittlerweile neue Verfahren, die die Ökobilanz des Prozesses verbessern, indem die verwendeten Lösungsmittel organisch sind und vollständig recycelt werden. Solche Verfahren werden zum Beispiel bei der Herstellung von Lyocell und Tencel angewandt. Hier wird sich in Zukunft also hoffentlich noch einiges tun!

Nun aber zum ganzen Kreislauf… denn auch am anderen Ende der Textilen Kette hat Bambus als nächste Lieblingsressource in unserer Reihe gegenüber synthetischen Materialien einen Vorteil zu bieten: Da Textil aus Bambus natürlichen Ursprungs ist, kann der Stoff – ähnlich wie Hanf – biologisch abgebaut werden. Das gilt natürlich nur, wenn keine zusätzlichen künstlichen Fasern (wie z.B. Elastan) eingewebt wurden. Ein Grund mehr, öfter mal einen genaueren Blick in die Etiketten eurer Kleidung zu werfen!

Bambus als Rohstoff für Textilien zu verwenden bringt jedoch so einige andere Benefits mit sich. Die Bambus Pflanze wächst unglaublich schnell – bis zu einem Meter am Tag! – und muss außerdem nicht mit Pestiziden gespritzt werden. Zudem benötigt der Anbau der Pflanzen weitaus weniger Wasser als der von Baumwolle. Das heißt, es ist relativ einfach möglich die Pflanzen ökologisch und ressourcenschonend anzubauen. Der meiste Bio-Bambus für den Textilmarkt wird übrigens in China kultiviert.

Textil aus Bambus – ist das nicht dasselbe Viskose? Ja – dass ist auch der Grund, warum der Vergleich zu Seide gezogen wird ( fließend weich, kühlend, und absorbieren Feuchtigkeit)! Aber eben hier liegt auch derHaken: Der Prozess der Viskosegewinnung ist im Gegensatz zum ersten Schritt der Textilgewinnung – dem ökologisch sehr verträglichen Bambusanbau – als nicht sehr umweltfreundlich einzustufen.

Wearing: By Signe bamboo silk dress | By Signe bamboo shirt

Know your: Hemp!

Why is hemp such an interesting alternative to cotton? The growth of hemp is compared to cotton way more sustainable realisable. The plants don’t need pesticides to establish theirselves and the water consumption is much lower. In earlier times in our latitudes, hemp was the plant to use- especially for highly strained textiles like ropes and canvas. As the cotton industry grew, the hemp industry shrunk. With the marihuana prohibition in the 80s the hemp textile almost vanished in Germany. Luckily since a while now special varieties are permitted. But still the most hemp that is used for textiles is harvested in China.

The fascinating crop plant bears so many good qualities regarding ecological impacts and durability of the fibre that it’s a shame it has been long forgotten within the european textile industry. But – wait! There have been recent projects going on – did you know the FREITAG F–ABRIC collection? The Zurich based label is, above all, aiming at closing-the-loop with compostable clothing. But, on their way to creating an eco-conscious collection. And the fiber is harvested in europe! So we hope, there will be more local farmers soon who are willing to grow the amazingly sustainable fibre soon!

Warum ist Hanf aus ökologischer Sicht so interessant? Der Anbau von Hanf ist im Vergleich zu Baumwolle wesentlich umweltschonender umsetzbar. Die Pflanzen kommen gut ohne Pestizide aus, da sie Unkräuter schnell überwachsen und wenig anfällig für Krankheiten sind. Auch ist im vergleich zur Bio-Baumwollproduktion der Wasserverbrauch geringer.

Hanf wurde über Jahrtausende weltweit angebaut und war war besonders für die Verwertung der Faser zur Produktion von Seilen, Segeltuch, Papier und Kleidung von Bedeutung.  Im Laufe der Industrialisierung wurde die Hanffaser durch die Baumwolle verdrängt, deren Gewinnung einfacher mechanisiert und dadurch günstiger werden konnte. Als in Deutschland in den 80ern dann im Rahmen der Marihuana- Prohibition auch der Anbau von Nutzhanf ganz verboten wurde, verlor er hier gänzlich an Bedeutung.

Und heute? Seit 1996 dürfen bestimmte THC arme Sorten wieder angebaut werden. Aber die Langzeitschäden der Bedeutungslosigkeit schwingen noch immer nach. Die Verarbeitung und Gewinnung der Pflanzenteile ist schwierig, da kaum spezielle Technik zur Verfügung steht. Der meiste Hanf der zu Kleidung wird, kommt deshalb momentan noch aus China. Wir halten es für wichtig, die Nachfrage nach Faserhanf anzukurbeln, um die tolle Pflanze auch wieder hier in Europa  zu etablieren!

Wearing: FREITAG hemp dress

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