Textile Know How: FairWertung x Tchibo – Where to take your sorted out clothes?

FairWertung x Tchibo:
Where to take your sorted out clothes?


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Dieser Post zu einem uns wichtigen Thema ist durch die monetäre Kooperation mit Tchibo und FairWertung ermöglicht worden. Mit dem Hamburger Unternehmen Tchibo haben wir Anfang des Jahres bereits zum Launch der Organic Cotton Linie kollaboriert (hier geht es zum Artikel) und in dem Rahmen auch einen genaueren Blick hinter die Kulissen geworfen (hier geht es zum Interview). Unsere Meinung zum Thema Altkleider und den genannten Unternehmen beeinflusst die Kooperation natürlich nicht!

Recently, we have been paying closer attention to not only on the question #whomademyclothes? but also on how to deal with our consumer society and it’s constant need for new things. Looking at the amount of clothing being bought and actually consumed in the sense that they seem to have become consumables rather than something that is made to last a lifetime, we asked ourselves the question: What is actually happening with a garment at the end of the consumer cycle?

Just a few month ago we went on hunting for answers: We took part in a three-days-sorting event, during which we looked through 10 tons of just recently threwn away garments. Garments, that a charity organization had been collecting in our home town Hamburg throughout just three weeks. 10 tons of clothing in three weeks? Believe us, it was at crazily eye-opening as it sounds…

But, let’s talk hard facts. Since the year 2000 the worldwide clothing production has doubled. We buy 60% more clothing garments than we used to in earlier days, and at the same time keep them for as half as long. Everyone of us should be aware of the consequences… And instead of asking where to take your sorted out clothes at the end of the day, we should indeed start somewhere else: Asking ourselves how much clothing we actually need, before making the decision to buy a garment of interest.

Wir haben es hier schon öfter schon angekündigt: seit längerem schon legen wir unseren Fokus nicht nur auf die Frage #whomademy(new)clothes, sondern thematisieren, dass bereits der Konsum von neuer Kleidung an sich einen großen Teil unseres heutigen Industrie-Mensch-Umwelt-Problems darstellt. Wie wir das Thema bisher angegangen sind? Letztes Jahr haben wir zum Beispiel zwei Tage lang Altkleider sortiert, welche innerhalb von zwei Wochen bei einem caritativen Hamburger Altkleider-Unternehmen angefallen sind. 10 Tonnen Kleidung lagen verpackt in Tüten vor uns, als wir die Lagerhalle betraten. 10 Tonnen Kleider aus zwei Wochen – und das nur aus einigen ausgewählten Hamburger Stadtteilen? Glaubt uns, wir waren genauso überrascht wie ihr!
Blicken wir doch einmal auf die harten Fakten: Die Produktion von Kleidung hat sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt. Wir kaufen durchschnittlich 60% mehr Teile als früher und behalten sie dabei doch nur halb so lang. Dass dies keine guten Folgen mit sich bringen kann ist wohl allen von uns klar. Noch vor der Frage »wohin eigentlich mit den aussortierten Kleiden« drängt sich da also die Frage auf: Wieviel Kleidung brauchen wir an erster Stelle wirklich? Um diese zu beantworten und damit den eigenen Kleider-Türmen Herr und Frau zu werden kann und sollte man bei jedem Kauf eine durchdachte Entscheidung treffen.

Less is always more!

shortcuts – »Less is more« should be one of our today’s preferred answers, just like the Emma Elwin inspired motto of »making things last.« (Read more about our dwellings in timeless wardrobe aesthetics in our Slow Fashion Manifest!)

Was wir uns selbst einmal hinter die Ohren geschrieben haben? Investiere in die Stücke, die bleiben, sei es ob der guten Qualität, oder ob der guten Basis, die das jeweilige Stück für die tägliche Alltagsuniform zu bieten hat. Wer qualitativ hochwertige Kleidung kauft hat sehr viel länger etwas davon.

Was wir uns selbst einmal hinter die Ohren geschrieben haben? Investiere in die Stücke, die bleiben, sei es ob der guten Qualität, oder ob der guten Basis, die das jeweilige Stück für die tägliche Alltagsuniform zu bieten hat. Wer qualitativ hochwertige Kleidung kauft hat sehr viel länger etwas davon. Und zeigt dem Markt, dass die Nachfrage nach Qualität da ist! Das bedeutet natürlich auch dass man seinem eigenen Stil treu bleibt – ihn also auch erst einmal finden muss – und nicht jedem Trend hinter her rennen sollte. Stil finden ist so eine Sache. Aber jeder hat sie doch eigentlich, diese unschlagbaren Lieblingsteile und diese Outfits in denen man sich unbesiegbar fühlt. Ein kleiner persönlicher Trick? Ich frage mich vor jedem Kauf »will ich dieses Teil lieber tragen als die schönen Kleider die ich schon besitze?« Dann stelle ich mir diesen Ich-stehe-vorm-Kleiderschrank-und-verlasse-gleich-das-Haus-Moment vor und greife überraschend häufig doch zu altbekannten Lieblingsstücken.

Where to take your clothes? Tchibo x Fairwertung

shortcuts – But: What to do if you are in actual need to get rid of old clothes? Don’t underestimate the complexity of the second hand market – which is indeed a market with many interests regarding the recyclability of old garments, the money there is in trading second hand clothing on to the african continent, etc. We want to remind you that charity in the case of textile waste is just another word for industrial services dealing with one’s personal waste. And that not every company collecting clothes is doing it the right way – yet. FairWertung, a germany based company has therefore put together a list of places where to take your old garments! Find it here!

Und trozdem, Irgendwann endet auch die Lebenszeit von jedem noch so geliebten Kleiungsstück. Wie gehe ich nun also richtig damit um? In welche Hände darf ich meine alten Kleider geben, wohin werden sie gebracht und welche Auswirkungen hat dies auf die Kleidermärkte anderorts – oder auf unsere Umwelt? Und trozdem, Irgendwann endet auch die Lebenszeit von jedem noch so geliebten Kleiungsstück. Wie gehe ich nun also richtig damit um? In welche Hände darf ich meine alten Kleider geben, wohin werden sie gebracht und welche Auswirkungen hat dies auf die Kleidermärkte anderorts – oder auf unsere Umwelt?

Nicht jede Kleidersammelstelle ist seriös. Und nicht jede Kleiderspende kommt gemeinnützigen Organisationen zu Gute. Wer auf Nummer sicher gehen will muss genau hinschauen und sich im Siegel-Dschungel der Kleidersammelstellen zurecht finden. FairWertung arbeitet mit Textilsortierbetrieben zusammen, in denen die Mitarbeiter genau prüfen, was noch tragbar ist und was nicht. Die Sachen, die kaputt und nicht mehr verwendbar sind, werden an Recyclingfirmen verkauft, die die Stoffe weiterverwerten. Es werden Putzlappen daraus, Malervlies oder das Rohmaterial für die Innenverkleidungen von Autos. Noch gut erhaltene Kleidungstücke, das ist ungefähr die Hälfte der Textilien in Altkleidersammlungen, werden als Secondhand-Kleidung weiterverkauft. Die unterschiedlichen Organisationen betreiben unter anderem Kleiderkammern, in denen Altkleider verkauft werden. Was nicht in Deutschland verkauft wird geht weiter auf den internationalen Second Hand Markt nach Osteuropa, Afrika und den Mittleren Osten. Auf ihrer Internetseite stellt FairWertung eine Suchfunktion zur Verfügung, um offizielle Annahmestellen in deiner Umgebung zu finden. Tchibo kooperiert neuerdings mit FairWertung um auf das Thema Recycling aufmerksam zu machen und Informationen rund um das Thema Altkleidung transparent bereit zu stellen.

But – wait!

… haben wir nicht noch bis vor Kurzem gelernt, dass vor allem die internationale Weitergabe alter Kleider eher problematisch zu sehen ist, da die Massen an Altkleidern zu stark mit den lokalen Textilproduktionen vor Ort konkurrieren könnte? Die Angst vor dieser Auswirkung kommt nicht von ungefähr, ist heute jedoch mit Vorsicht zu bewerten. Denn jene unter uns, die schon einmal in Vorlesungen zu Marktwirschaftslehre saß wissen: Märkte sind komplexe Konstrukte und die einzelnen Einflussfaktoren daher schwierig zu isolieren. Ganz aktuell gibt es Studien, die zeigen wollen, dass neben den Second Hand-Importen ganz andere Probleme wie die Fast Fashion Konkurrenz aus Asien dazu beitragen, dass sich lokale Industrien gefährdet sehen, bzw. in ihrer Entwicklung gehemmt werden. Und; Noch immer sind viele Menschen auf günstige, importierte Second Hand Kleidung angewiesen – u.a. auch weil die Reparatur und der Verkauf vor Ort Arbeitsplätze schafft. Wir sehen: Das Thema Altkleider ist ein unglaublich komplexes Thema. Umso wichtiger ist es, dass diese an Sammelstellen in die Hände der richtigen Organisationen gelangen!

»Ist das Kleidung A summary.

Wir wollen es zum Schluss noch einmal betonen: Langlebigkeit sollte die erste Prämisse beim Kleiderkauf bleiben. Wir müssen unsere Kleidung lieben, sie so lange tragen wie es geht, neu erfinden und reparieren, mit FreundInnen tauschen. Wenn selbst Kleiderkreisel und die beste Freundin jedoch keine Antwort mehr bieten, ist die Kleiderspende, bzw. die Altkleidersammlung und Textilrecycling Unternehmen wie FairWertung die beste Anlaufstelle.

Wo du diese in deiner Nähe ausfindig machen kannst? Hier geht’s zur Suchfunktion!

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